Um einen Kredit aufzunehmen gibt es viele Gründe, wie beispielsweise notwendige Anschaffungen oder Reparaturen, die Überbrückung finanzieller Schwierigkeiten etc. Der sicherlich freudigste Grund ist der Familienzuwachs.
Doch genauso wie plötzliche Reparaturen kann man eine Schwangerschaft nicht planen und manchmal ist die Zeit einfach ungünstig, weil man vielleicht gerade in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Und auch manche Anschaffungen wie Kinderwagen, Kinderbett, ein größeres Auto oder der Umzug in eine größere Wohnung können nicht erst in Angriff genommen werden, wenn genügend Kapital zur Verfügung steht. Eine Möglichkeit um den finanziellen Engpass zu umschiffen, ist daher die Aufnahme eines Kredites während der Schwangerschaft.
Über Kredit während der Schwangerschaft informieren
Einen Kredit während der Schwangerschaft zu erhalten, stellt eigentlich kaum ein Problem dar. Erfüllt die Schwangere – als alleinige Antragstellerin – und ggf. ihr Partner – als gemeinsame Antragsteller – die Voraussetzungen für einen Kredit, wie eine saubere Schufa und ein regelmäßiges Einkommen, steht auch einem Kredit in der Schwangerschaft nichts im Wege. Frauen, die einen Kredit während der Schwangerschaft beantragen wollen, sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sie auch nach der Schwangerschaft jederzeit in der Lage sein müssen, ihren monatlichen Verpflichtungen in Form von Ratenzahlungen nachzukommen.
Daher ist es unumgänglich zu berechnen, ob nach man sich die Raten auch nach der Geburt und bei einem geringeren Einkommen überhaupt leisten kann. Grundsätzlich hat jede Frau zunächst einmal für die zwölf Monate nach der Geburt einen Anspruch auf Elterngeld, geht auch der Mann in Elternzeit, sind es insgesamt sogar 14 Monate. Das Elterngeld ist begrenzt auf maximal 67 Prozent des durchschnittlichen monatlichen Nettoeinkommens vor der Geburt.
Schwangerschaft nicht verschweigen
Die Schwangerschaft zu verschweigen ist nicht zu empfehlen. Mit der Geburt eines Kindes ändert sich auch bei einem geregelten Einkommen schlagartig die finanzielle Situation, vor allem weil das Elterngeld deutlich geringer ausfällt als das vorherige regelmäßige Einkommen.
Seriöse Kreditinstitute nehmen diesen Aspekt immer in ihre Beratung auf, um einschätzen zu können, ob man sich nach der Geburt die monatlichen Raten auch leisten kann, wie hoch diese sein sollten und ob ggf. weitere Vereinbarungen wie Aussetzung der Tilgung oder Raten während der Elternzeit vereinbart werden können.
Wie man an das dringend benötigte Kapital kommt
Wer einen zweiten Kreditnehmer (z.B. den Kindsvater) für einen Kredit während der Schwangerschaft benennen kann, bei dem richtet sich die Höhe des Kredites nach dem Einkommen und den Sicherheit des zweiten (nicht schwangeren) Kreditnehmers. Je besser die Voraussetzungen sind, desto höher wird auch der Kredit ausfallen.
Alleinerziehende, die keinen Partner für die Kreditaufnahme benennen können, haben die Möglichkeit Bürgen für den Kredit (z.B. die eigenen Eltern) anzugeben. Schwangere in Not werden auch von sozialen Einrichtungen meistens mit einer finanziellen Soforthilfe unterstützt, die in der Regel auch nicht zurückgezahlt werden muss. Das Geld ist allerdings zweckgebunden. Das heißt, es muss belegt werden, dass es tatsächlich für das Baby (Kinderwagen, Kinderbett, Wickelkommode, Kleidung etc.) oder für die Schwanger (z.B. Umstandsmode) ausgegeben wurde.
Auch private Kreditgeber kommen während einer Schwangerschaft in Frage. Solche Kreditgeber können beispielsweise die Eltern, Verwandte, Freunde oder mitunter auch der Arbeitgeber sein.




