Grundsätzlich ist es nicht leicht, ein Darlehen für Freiberufler zu erhalten. Viele Banken oder Sparkassen scheuen das Risiko, welches mit einem unsicheren und teilweise ständig schwankenden Einkommen der Freiberufler einher geht. Dies führt nicht selten dazu, dass sie ein Darlehen für Freiberufler nur sehr zögernd oder überhaupt nicht vergeben. Besonders schwierig stellt sich die Lage dar, wenn aus irgendeinem Grunde negative Schufaeinträge existieren, deren Ursache kurz- oder mittelfristig nicht beseitigt werden kann.
Voraussetzungen
Wer als Freiberufler einen Kredit erhalten möchte, muss ein Einkommen nachweisen, welches nicht nur den persönlichen Lebensunterhalt und den Lebensunterhalt der Familie, sondern auch die Kreditraten abdecken kann. Bestehen hier berechtigte Zweifel, wird die Bank den Kreditantrag ablehnen. Andernfalls hätte sie keinerlei Gewissheit, dass sie ihr Geld ordnungsgemäß und pünktlich zurückerhalten würden. Ist eine passende Filial- oder Direktbank gefunden, die bereit wäre, einen Kredit zu vergeben, müsste der Freiberufler nicht nur einen Antrag stellen, sondern auch verschiedene Unterlagen beifügen, anhand derer die Bank sehr leicht prüfen kann, ob die Voraussetzungen für eine Kreditvergabe gegeben sind.
Zu diesen Unterlagen könnten nicht nur die Kontoauszüge der letzten drei Monate und die letzten Einkommenssteuerbescheide, sondern auch die Gewinn- und Verlust-Rechnung oder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung gehören. Bei Bedarf kann es auch erforderlich sein, weitere Sicherheiten, einen zweiten Antragsteller oder einen Bürgen zu stellen. Dies könnte nicht selten dazu führen, dass ein Darlehen für Freiberufler, welches ansonsten abgelehnt werden müsste, doch noch bewilligt werden kann.
Antragstellung, Bewilligung und Rückzahlung
Ähnlich wie jeder andere Kredit wird auch ein Kredit für Freiberufler innerhalb von wenigen Stunden oder Tagen ausgezahlt. Der Darlehensbetrag steht dabei in der Regel zur freien Verfügung. In diesem Zusammenhang sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass ein privates Darlehen nur für private Zwecke und ein geschäftliches Darlehen nur für geschäftliche Zwecke verwendet werden darf. Die Banken legen hier sehr großen Wert auf eine entsprechende Trennung.
Wird ein Darlehen für Freiberufler zweckentfremdet verwendet, kann es von der Bank mit sofortiger Wirkung gekündigt werden. Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Freiberufler ein Privatdarlehen benötigt. Diese Gründe unterscheiden sich oftmals nur unwesentlich von den Gründen, die auch einen Arbeiter oder einen Angestellten dazu bewegen, ein Privatdarlehen aufzunehmen. So können zum Beispiel verschiedene Konsumwünsche befriedigt, Urlaube finanziert oder größere Anschaffungen getätigt werden.
Ein Kredit für Freiberufler muss in monatlichen Raten zurückgezahlt werden. Diese Raten bleiben während der gesamten Laufzeit gleich. Die Frage, ob und wie stark das Einkommen des Freiberuflers schwankt, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Aus diesem Grunde sollte jeder Freiberufler kritisch hinterfragen, ob er sich wirklich dazu in der Lage sieht, über einen Zeitraum von mehreren Monaten oder mehreren Jahren regelmäßige Kreditraten zu zahlen. Andernfalls sollte er lieber von einer Kreditaufnahme Abstand nehmen und so lange warten, bis sich die finanzielle Situation gebessert und weitestgehend stabilisiert hat.




