Für den Kleinkredit existiert keine eindeutige Definition. Viele Banken und die meisten Verbraucher empfinden Darlehen bis zu einer Summe von dreitausend oder fünftausend Euro als Kleinkredite, während einige wenige Geldinstitute den Begriff als Synonym für Verbraucherdarlehen jeder Höhe verwenden.
Für den Begriff der Sofortauszahlung hat sich die Kreditwirtschaft hingegen auf eine eindeutige Definition verständigt. Eine solche liegt vor, wenn der Kreditantragsteller innerhalb von zwei Bankarbeitstagen über das beantragte Darlehen verfügen kann. Um die Sofortauszahlung zu ermöglichen, legen die einzelnen Banken eine Uhrzeit fest, bis zu welcher der Antrag bei ihnen eingegangen sein muss. Die Sofortauszahlung darf nicht mit der Sofortzusage über die Kreditvergabe verwechselt werden. Diese besagt nur, dass der Kreditnehmer sofort über die Kreditgenehmigung informiert wird.
Wie funktioniert die Sofortauszahlung?
Den Antrag auf einen Kleinkredit mit Sofortauszahlung füllt der angehende Kreditnehmer online aus. Er sendet sowohl den Kreditantrag als auch die verlangten Unterlagen online an das Kreditinstitut, während er sich für die Durchführung des Postident-Verfahrens persönlich in ein Postamt begibt. Einige auch über Filialen verfügende Banken ermöglichen ihren Kreditkunden, anstelle des Postident-Verfahrens eine Identitätsüberprüfung in der Bankfiliale vornehmen zu lassen.
Eine Besonderheit bei der Identitätskontrolle besteht bei mit einer Luxemburger Banklizenz ausgestatteten Kreditinstituten, da diese im Gegensatz zu deutschen Bankhäusern eine online übermittelte Personalausweiskopie anerkennen dürfen. Diese Möglichkeit verschafft den entsprechenden Banken die Möglichkeit, den beantragten Kleinkredit mit Sofortauszahlung innerhalb eines einzigen Bankarbeitstages zu überweisen.
Banken mit deutscher Lizenz ist eine derart schnelle Auszahlung nur bei Bestandskunden möglich. Welche Unterlagen für den beantragten Kredit einzureichen sind, unterscheidet sich je nach Bank deutlich. Einige Geldinstitute verzichten auf die Vorlage von Gehaltsbelegen bei einer Sofortauszahlung, da die zugesagte schnelle Kreditbearbeitung ohnehin nur eine oberflächliche Prüfung der Belege ermöglicht.
Selbstverständlich sind Kreditantragsteller auch bei einem Verzicht auf die Vorlage des Einkommensnachweises zu ehrlichen Angaben über ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse im Kreditantrag verpflichtet.
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Banken verlangen für einen Kleinkredit mit Sofortauszahlung regelmäßig höhere Zinsen als für Darlehen mit einer normalen Bearbeitungszeit. Der Zinsaufschlag dient nicht nur dem Ausgleich des erhöhten Risikos auf Grund der nur teilweisen Überprüfung der Kreditwürdigkeit eines Antragstellers, sondern wird von den Banken auch wegen der Bereitschaft der Kreditnehmer zu dessen Zahlung erhoben.
Die schnelle Verfügbarkeit des beantragten Geldes stellt bei einem Kleinkredit mit Sofortauszahlung einen Vorteil für den Kunden dar. Dass dieser einen angemessenen Aufpreis auf den Zinssatz bezahlt, erscheint den meisten Kreditnehmern bei der Beantragung eines Darlehens mit sofortiger Auszahlung als sinnvoll.
Angesichts der großen Unterschiede bei den Zinssätzen für Sofortkredite unterschiedlicher Banken ist es zwingend erforderlich, dass jeder Kreditnehmer mehrere Angebote einholt und sich für das günstigste Darlehen entscheidet. Günstig ist ein Sofortdarlehen, wenn es mit einem niedrigen effektiven Jahreszinssatz und zum verfügbaren Einkommen des Kreditnehmers passenden Kreditraten ausgestattet ist.




